Die Geschichte der Marktgemeinde Thal

Die Bürger von Thal können auf eine lange und wechselvolle Geschichte ihrer Gemeinde zurückblicken. Der früheste Bodenfund stammt aus der Kupferzeit, ein römischer Grabstein aus dem 1. oder 2. nachchristlichen Jahrhundert.
Während im Frühmittelalter (7. bis 9. Jahrhundert) das Gemeindegebiet von Thal noch unbesiedelt und nur im Gebiet von Winkel und Oberbichl als Weinanbaugebiet der Göstinger Bauern genutzt war, wurde im 10. Jahrhundert mit Waldsdorf – heute als Weilernamen erhalten – die erste bäuerliche Siedlung gegründet. In den folgenden zwei Jahrhunderten wurden die übrigen Dörfer und Bauernhöfe angelegt.

Bis zur Einführung der freien Ortsgemeinde im Jahr 1850 lag die Zivil- und Gerichtsverwaltung bei den Grundherrschaften Unterthal und Oberthal. Diese nahm auch alle später der Ortsgemeinde übertragenen Aufgaben wahr. Seit dem 14. Jahrhundert ist in Thal ein „Suppan“ als grundherrschaftlicher Amtmann nachweisbar.

1770 wurde die Steuergemeinde Thal eingeführt und die Häuser erstmals durchnumeriert. Ein Gemeinderichter übte seither im Auftrag der Werbbezirksherrschaft bzw. des Ortsgerichtes zivilrechtliche Funktionen aus. Mit dem Grundentlastungsgesetz des Jahres 1848 („Bauernbefreiung“) wurde die Zivil- und Gerichtsverwaltung von neugeschaffenen Behörden (Ortsgemeinde, Bezirksgericht, Bezirkshauptmannschaft) übernommen.

Auch in Thal konstituierte sich mit 1. Jänner 1850 die autonome Ortsgemeinde St. Jakob-Thal mit einem Gemeinderichter bzw. Gemeindevorsteher an der Spitze. Erster Thaler Gemeindevorsteher wurde Franz Schmiedbauer, vulgo Blaswirt.
Seit der Gemeindewahl 1919 heißt das Gemeindeoberhaupt „Bürgermeister“. Von 1919 bis 1939 war Simpert Wehinger, Besitzer vulgo Tollinger in Winkel, Bürgermeister.
Mit Wirkung vom 01. Jänner 1995 wurde die Ortsgemeinde Thal zur Marktgemeinde erhoben.

Bezirk:
Graz-Umgebung


Einwohner:
2.261 (Stand Jänner 2018)


Fläche:
18,64 km²


Seehöhe:
461 m

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